Erstkommunion in Pforzheim

254 Mädchen und Buben gehen in den Pfarreien der Stadt und der Seelsorgeeinheit Eutingen zur Erstkommunion – Das Ereignis zieht sich über mehrere Sonntage hin

Der Sonntag nach Ostern, der so genannte  „ Weiße Sonntag „, ist für Drittklässler in  den katholischen Gemeinden ein großes festliches Ereignis, auf das sie sich viele Wochen und Monate in kleinen Familiengruppen vorbereiten. Einige hundert Mädchen und Buben  im Dekanat Pforzheim sind an diesem Tag in festlicher Kleidung erstmals in die Mahlsgemeinschaft einbezogen und gehen, wie man landläufig sagt, zum Tisch des Herrn. Der Name „ Weißer  Sonntag „ geht auf die Urkirche zurück. In der Osternacht fanden damals mit dem frisch geweihten Wasser die Taufen in weißen Gewändern statt. In der Regel waren es dabei Erwachsene, die die Taufe erhielten. Diese Gewänder streiften sich am Sonntag nach Ostern nochmals alle Neugetauften über und so hat sich das „ Weiß „ bei den Kleidern der Mädchen und für den Sonntag bis in unsere Zeit gehalten. Nach wie vor steht  der „ Weiße Sonntag „ im Mittelpunkt, wenn sich auch in den einzelnen Gemeinden durch die inzwischen gebildeten Seelsorgeeinheiten, dieses Ereignis auf mehrere Sonntage verteilt, da heute mancher Pfarrer für mehrere Gemeinden zuständig ist.  

254 Kinder haben sich in den letzten Wochen und Monaten auf dieses große Ereignis in ihrem jungen Christenleben in kleinen Tischgruppen unter der Anleitung von Müttern und Vätern sowie den pastoralen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in den einzelnen Gemeinden in den Pfarreien der Stadt und in Niefern sowie in Neulingen auf dieses Ereignis vorbereitet. Die Buben und Mädchen trafen sich  während dieser Zeit regelmäßig  und befassten sich dabei mit ihren Glauben, der durch die Erstkommunionvorbereitung eine Vertiefung erfahren sollte. Daneben waren sie auch bei den einzelnen Begegnungen in kreative Aktionen eingebunden. Sie bastelten und malten zu entsprechenden  Texten und Gesprächen. Dazwischen waren kindgemäß gestaltete  Gottesdienste und begleitend entsprechende Elternabende angesiedelt. Auch die Adventsausstellung und den Ostergarten besuchten einzelne Gruppen.

Früher mussten bei diesem Fest die Paten tief in die Tasche greifen. Da die jungen Menschen erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Erstkommunion gingen, gab es aus diesem Anlass in der Regel den ersten maßgeschneiderten Anzug, den ersten Hut und auch die vom Schuster angefertigten  Schuhe. Auch bei den Mädchen stand das Einkleiden hoch im Kurs und war ein Ereignis, in das die gesamte Familie und Verwandtschaft eingebunden war. Heute nimmt man es mit der Kleidung nicht mehr ganz so ernst. Die Buben haben dabei die geringsten Probleme. Sie tragen inzwischen die unterschiedlichsten Anzüge während bei den Mädchen immer noch das weiße Kleid dominiert. Jede Gemeinde hat ihre eigene Form der Festgestaltung. In allen Gotteshäusern sind aber die Namen der Kinder bereits zu Beginn des Kommunionsunterrichts zu sehen. Meist sind sie in einem großen Wandteppich festgehalten. Entweder als Blütenblätter mit Foto, als Schafe, die sich um den „ Guten Hirten „ gruppieren oder wie in der Seelsorgeeinheit Dillweißenstein und Buckenberg in einem Weinstock  in die Trauben eingepuzzelt. Leitthema dabei: „ Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben „.Einen biblischen Hintergrund haben alle Motive.

In vielen Gemeinden treffen sich die Erstkommunikanten bereits am Vorabend des Festes zu einem Abendgebet. Am Tag selbst ist nach den festlich gestalteten Gottesdiensten am Morgen in der Regel am Spätnachmittag eine Dankandacht. Zum Ausklingen des Ereignisses bleibt Zeit, da die Erstkommunikanten am Tag nach ihrem Fest vom Unterricht  befreit sind.

45 Kinder gehen in der Seelsorgeeinheit Pforzheim - West an den nächsten Sonntagen zur Erstkommunion. Die erste Gruppe mit 16 Kindern in Keltern hatte bereits am Ostermontag ihren großen Tag.  In St. Antonius am 15. April beim Gottesdienst um 10.30 Uhr sind es 21 Kinder  und am 22. April in St. Bernhard um 10 Uhr in der Bernharduskirche 8 Kinder.  

Die 37 Kinder der Seelsorgeeinheit  Dillweißenstein„ mit „ Unsere Liebe Frau „ mit Heilig Kreuz in Büchenbronn und St. Ulrich in Huchenfeld verteilen sich in diesem Jahr auf drei Sonntage. So treffen sich  die 21 Kinder der Gemeinde Liebfrauen am 22. April  um 11 Uhr zur Erstkommunionfeier in der Liebfrauenkirche. Am 22. April  um 9.30 Uhr ist der Gottesdienst für die 8 Kinder aus Büchenbronn in der Heilig – Kreuz – Kirche und am 29. April für 8 Kinder aus Huchenfeld um 11 Uhr in der Liebfrauenkirche.

In der Seelsorgeeinheit Buckenberg verteilen sich die 28 Mädchen und Buben auf  die erste Gruppe von  15 Kindern  am 15. April um 10 Uhr  und die zweite Gruppe mit  10 Kindern  am 6. Mai um 10 Uhr in der Elisabethkirche. Für die 3 Erstkommunikanten in „ Heilig Geist „ in Würm, ist

der 29. April um 9.30 Uhr beim Gottesdienst ihr großer Tag.

78 Mädchen und Buben sind es in der Citygemeinde. Die 33 Mädchen und Buben der Herz – Jesu – Pfarrei der Citygemeinde gehen am 15. April um 10 Uhr in der Herz – Jesu – Kirche und die 45 Buben und Mädchen der Franziskusgemeinde am 22. April um 10.15 Uhr in der Franziskuskirche zur Erstkommunion.

In der Seelsorgeeinheit Eutingen mit St. Josef, Liebfrauen Niefern – Öschelbronn und St. Johannes in Dürrn sind es  66 Kinder, die zur Erstkommunion gehen. Die 19 Kinder aus den Neulingen der Gemeinden Bauschlott, Göbrichen. Nussbaum und Dürrn am 22. April um 10 Uhr in St. Josef in Eutingen und die 21 Kinder aus Eutingen und Kieselbronn am 29. April um 10 Uhr  in St. Josef   Die 26 Kinder aus Niefern und Öschelbronn am 15. April um 10 Uhr in Liebfrauen in Niefern – Öschelbronn.

Während der Gottesdienste sind die Kinder aktiv in die Eucharistiefeiern einbezogen. Sie tragen die Fürbitten und teilweise die Lesungen vor und bringen auch die Gaben zum Altar.                                                  

 rolf constantin