Beratungsstelle für Ehe-, Familien – und Lebensfragen
Telefonische Anmeldungen
sind montags bis freitags 8.30 Uhr bis 12 Uhr
und zusätzlich mittwochs von 17 Uhr bis 19.30 Uhr
über die Telefonnummer 07231/17955 möglich.

Daneben geht es auch über FAX 07231/359572 oder per e- Mail beratung@efl-pforzheim.de 

Pastoralreferenten Tobias Gfell, Diakoniepfarrer Eberhard Weber, Geschäftsführer, Jürgen Throm,
Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Pfarrer Wolfgang Stoll, Dekan Bernhard Ihle, Diplom Psychologe Dieter Hartmann


Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen
bekam neue rechtliche Struktur
2160 Beratungsstunden am neuen Platz am Waisenhausplatz

Die Psychologische Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen Am Waisenhausplatz 16 wurde in eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung umstrukturiert. Die als Ökumenische Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Pforzheim und der Katholischen Gesamtkirchengemeinde Pforzheim 1972 gegründete Beratungsstelle zählt zu den ältesten ihrer Art in Baden – Württemberg. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Anstellungsträgerschaft wurde sie am 1. Juli dieses Jahres zu einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung umstrukturiert. Geschäftsführer ist Jürgen Throm, der diese Tätigkeit ehrenamtlich im Rahmen seines Dienstauftrages als Leiter der Katholischen Verrechnungsstelle und Geschäftsführer der Katholischen Gesamtkirchengemeinde wahrnimmt. Die Gesellschafterversammlung ist schlank gehalten. Sie besteht aus dem Diakoniepfarrer Eberhard Weber, dem Geschäftsführer des Diakonischen WerkesPfarrer Wolfgang Stoll, dem Pastoralreferenten Tobias Gfell und Dekan Bernhard Ihle, der gleichzeitig erster Vorsitzender der Gesellschafterversammlung ist. Leiter der Beratungsstelle ist seit 1995 der Diplom Psychologe Dieter Hartmann.

Die Nachfrage nach Beratung ist nach wie vor ungebrochen hoch, wenn sich im Laufe der Jahrzehnte auch die Akzente zu mehr Paarberatung verschoben haben. Die Wartezeiten konnten verkürzt und Erstgespräche von Ratsuchenden sind kostenlos. Weitere Beratungen können nicht kostenlos angeboten werden, denn die Mittel sind immer knapp bemessen. Allerdings sollen entsprechende Beratungen nicht an fehlenden Mitteln scheitern. Die beiden Kirchen tragen mit 117 000 Euro den Hauptteil der Kosten. Stadt, Enzkreis und Land beteiligen sich mit knapp über 76 000 Euro. Viele Klienten suchen sich inzwischen nach Beratungen auch einen Therapieplatz. Gerade die dunkle Jahreszeit lässt  Konflikte in den Familien aufbrechen, erläuterte Dieter Hartmann bei der ersten Gesellschafterversammlung. Die Novemberstimmung wirkt sich dabei besonders negativ aus. Die Pforzheimer Beratungsstelle beteiligt sich auch an einer baden – württembergischen Studie, die sich zusammen mit der Universität Freiburg  mit den Indikatoren für frühzeitige Beziehungsgefährdung befasst. Die Paarberatung nimmt inzwischen erfreulicherweise die Hälfte der  2160 jährlichen Beratungsstunden ein. Mehrbelastungen in den Familien, Erziehungs- und Kommunikationsprobleme sind oft Hauptursachen, die Partnerschaften in Schwierigkeiten bringen. Die Beratungsstelle setzt hier mit partnerschaftlichen Lernprogrammen und bei einer gewaltfreien Kommunikation an. Oft sind es Freiberufler, die ihre hohe Verschuldung vor dem Ehepartner verschleiern und dadurch einen Konflikt heraufbeschwören, den die Partner allein nicht lösen können. Erst, wenn das Wasser bis zum Hals steht, wird die Partnerin mit ins Boot geholt und kann dann oft nicht damit umgehen. Nach wie vor spielt in den Partnerschaften auch die Suchtproblematik, die Arbeitslosigkeit, die Überforderung bei der Erziehung der Kinder, die Verschuldung und die fehlende Kommunikation eine große Rolle, wenn es zu Konflikten kommt. Wer rechtzeitig eine Beratungsstelle aufsucht, verbessert seine Chancen das Miteinander neu zu ordnen. Von daher ist erfreulich, dass die Paarberatung zugenommen hat. Allerdings hat auch die Beratungsstelle mit den knappen finanziellen Mitteln zu kämpfen.

Die segensreiche Einrichtung begann mit ihrer Arbeit am 1. August 1972 in der Zähringer Allee 26 und  wechselte 1983 in das Melanchthonhaus. Wegen des Verkaufs des geschichtsträchtigen Hauses folgte am 1. Juli 2006 der Umzug zum Waisenhausplatz 16 unweit des Rathauses in zentraler Lage der Stadt.

Erreichbar ist die Beratungsstelle unter der Telefonnummer: (07231)17 955 werktäglich von 8.30 Uhr bis 12 Uhr; mittwochs zusätzlich von 17Uhr bis 19.30 Uhr.  
rolf constantin