Osternacht 2005 - in St. Ulrich
In meiner Hand ein Spiegel, oder vielmehr ein Bruchstück davon.
Jesus hat alle diese Scherben angenommen und nimmt sie auch heute noch von jedem und jeder von uns an. Ihm dürfen wir sie hinhalten, das Zerbrochene in seine Hände legen.
So hat die Meditation am Karfreitag geendet.
... und heute?
Betrachten wir die Scherben dieses Spiegels, die Scherben unseres Lebens doch einmal genauer – von der anderen, der positiven – der göttlichen (Pause) Seite her.
Je nachdem wie ich sie halte, sehe ich immer andere Teile von mir, immer neue Facetten. Ent-Täuscht mich das Zerbrechen des Spiegels von meinem Bild, das ich mir von mir gemacht habe?
Je nachdem wie ich sie ins Licht halte, zaubert sie Lichtpunkte in die Welt, sie wird hell und farbig.
Ich will mich und dich nicht mehr verletzen, an dem was war und nicht mehr zu ändern ist.
Legen wir unsere Scherben wirklich in Gottes Hand. Seine Liebe kann alles, auch aus Scherben Neues, Schönes, Vollendetes erstehen lassen.
Text: Heike Buchauer.