Pastoralen Konzeption
"Lobet Gott mit Herz und Mut"

lautet unser Motto für die Entwicklung unserer pastoralen Konzeption.

Wir erinnern uns: Um den Herausforderungen einer sich schnell ändernden Welt, die auch in unserer Kirche spürbar sind, begegnen zu können, hat unser Erzbischof Robert Zollitsch am 1. November 2005 die Pastoralen Leitlinien für die Erzdiözese in Kraft gesetzt.

Für die Seelsorgeeinheiten bedeuten sie Neubesinnung und Ausrichtung auf die Zukunft. Für uns bedeutet das konkret die Erstellung einer pastoralen Konzeption. Sie hilft uns zu klären, wer wir sind, wo wir stehen und wo wir als Gemeinde hin möchten. Es wird eine Art "Umbau neben dem alltäglichen Geschäft" sein, denn wir können ja nicht unsere Tore schließen und erst wieder öffnen, wenn wir diesen Umbau erfolgreich abgeschlossen haben. Ein naturgemäß nicht leichtes Unternehmen!

Die Seelsorgeeinheiten erstellen ihre Konzeption in fünf Schritten. So auch wir: Bis zu den Sommerferien dieses Jahres waren wir mit dem ersten Schritt, der Situationsanalyse, beschäftigt. Jetzt ist sie fertig. Sie liefert uns viele nützliche Informationen: zum Beispiel eine umfassende Zählung der Gottesdienst-Besucher, eine Erfassung unserer pastoralen Angebote, eine Statistik der Taufen, Hochzeiten und Kirchenaustritte und schließlich eine Statistik unserer Pforzheimer Bevölkerung.

Auf den Punkt gebracht, sagen uns diese Zahlen: Wir haben sehr viele unterschiedliche Angebote. Aber nur verhältnismäßig wenige Menschen nehmen diese Angebote auch wahr. Dies gilt insbesondere für Jugendliche und junge Familien, die doch die Mehrheit unserer Mitglieder ausmachen. Gleichzeitig sinkt aber der Anteil derer in der Bevölkerung, die einer christlichen Kirche angehören. Im Jahr 2006 waren es in der Innenstadt erstmals weniger als 50 % bei weiterhin sinkender Tendenz.

Am 20. September 2008 beginnt der zweite Schritt der Konzeptionsentwicklung, die auf die Erkenntnisse der Situationsanalyse aufbaut.

Wir werden im kommenden Herbst Ziele, Aufgaben und Schwerpunkte für die Zukunft unserer Pastoral erarbeiten. Diese gliedern wir in drei Gruppen Auftrag, Aufbruch und Abschied. Zum Auftrag gehören die für uns unverzichtbaren Aufgaben, zum Aufbruch unsere Schwerpunkte und zum Abschied die Aufgaben, die wir in Zukunft aufgeben werden. Die Gruppe "Abschied" schützt uns auch vor Überforderung. Im kommenden Herbst wird die Liturgie eine wichtige Rolle spielen.

Einladende Gemeinde setzt eine Liturgie voraus, die einladend und offen für die Menschen ist. Daher werden wir unserer Liturgie am 15. November 2008 einen ganzen Tag, genannt Liturgie-Werkstatt, widmen. Für das alles brauchen wir viel Mut, gepaart mit Herz, wobei wir wieder bei unserem Motto sind:

"Lobet Gott mit Herz und Mut".