Gospelchor „Joyful
Der Name des Tiefenbronner Gospelchors „
Joyful“ soll mit „Voll Freude“ übersetzt werden. Darauf legt nicht nur Saskia Grein Wert, die durch das Zwei-Stunden-Konzert führte. Begonnen hatte die freudige Überzeugung im Biet, dass Gott durch die Musik noch mehr in die Herzen der Menschen sprechen kann, mit einer Anzeige im Amtsblatt der Gemeinde Tiefenbronn. Sabine Widmann hatte die Idee, in Tiefenbronn einen Jugendchor ins Leben zu rufen. Auf den öffentlichen Aufruf meldeten sich 14 interessierte Personen, allesamt Mädchen oder junge Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren. Einer Chorgründung stand im Herbst 1996 somit nichts mehr im Wege.
Innerhalb kurzer Zeit schaffte es Sabine Widmann, aus den nach eigener Einschätzung- meist unerfahrenen Sängerinnen einen Chor zu formen. Am ersten Weihnachtsfeiertag 1996 hatte die Formation in der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena ihre Premiere. Zwar mit einstimmigen Chören. Aber, so das Echo der Festgottesdienstbesucher, „Die können sich sehen und hören lassen“.
Ziel war es, auch mehrstimmige Chorliteratur zu singen. Doch das war ein harter Kampf für die Mädels, allen voran für die Chorleiterin, war doch die gesangliche Unerfahrenheit deutlich anzumerken, erinnert sich Saskia Grein.
1997 beschlossen die singenden Teenies und angehenden Twens, „nicht mehr so junge, jedoch jung gebliebene, vor allem aber chorerfahrene Sängerinnen aufzunehmen“.
Immer mehr Frauen stießen zu „Joyful“, wobei das Alter kein Aufnahmekriterium mehr darstellte, sondern einfach nur die Freude am Singen. Saskia Grein sagt: „Und so entstand der Gospelchor, wie er heute sein Zehnjähriges feiert. Geballte Frauenpower mit 782 Jahren Lebenserfahrung“.
Leider, so die Tochter des Heimsheimer Schulrektors Jürgen Grein: „Männer sucht man damals wie heute vergebens in unseren Reihen leider“: Was die 19 joyfullen Damen aber nicht davon abhält, vierstimmig zu singen und auf ein respektables Repertoire von geistlichen wie weltlichen Liedern zurückzugreifen. Zahlreiche Auftritte in Gottesdiensten, bei Hochzeiten, Taufen, Advent- und Altennachmittagen, sowie bei Konzerten mit den Akkordeonorchestern Wimsheim und Leonberg, sowie der „Tiefenbroner Musik“ haben Menschen in weitem Umkreis „voller Freude“ gemacht. Im Jubiläumsjahr „900 Jahre Gemeinde Tiefenbronn“ war das Konzert des katholischen Kirchenchors Anlass, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Der umjubelte Auftritt mit rund 40 Sängerinnen und Sängern also auch erstmals männliche „Joyful“-Stimmen zu hören- machte Mut zu weiterer Zusammenarbeit mit dem etablierten Kirchenchor, auch beim Kirchenkonzert zum „Zehnjährigen“. So möchten die Mädels vom bisher vereinsmäßig nicht organisierten Gospelchor nicht erst das „Silberjubiläum“ mit den so sehnlichst vermissten Männerstimmen bejubeln, war einer der Wünsche zum zehnten Geburtstag. Mit Sängerinnen aus Steinegg und Wimsheim haben bereits Frauen aus der Nachbarschaft den Weg „voll Freude“ nach Tiefenbronn gefunden.